Was dem Österreicher sein Wiener Kaffeehaus ist, ist dem Budapester sein Thermalbad. Die Badekultur hat in Budapest eine lange Tradition. Nahezu 120 heiße Quellen sprudeln unter der Hauptstadt und versorgen etwa 40 Badehäuser mit dem Heilwasser, das schon die alten Römer zu schätzen wussten. Badekleidung ist an Gemischt-Schwimmtagen Pflicht, in Bädern mit Geschlechtertrennung geht es sonst auch ohne Bikini und Schwimmhose. Dabei wird aber nicht etwa geschwommen. Nein, die Thermalbäder dienen der reinen Entspannung. Allerdings ist der Besuch eines solchen Thermalbades in Budapest wirklich empfehlenswert. Viele der Badehäuser sind stuckverziert und prunkvoll. Am beeindruckendsten und auch bei vielen Einheimischen beliebt, ist das Széchenyi-Bad mit zwölf verschiedene Becken, Saunen und ein wunderbarer Innenhof mit Außenbecken. Beliebt und gut erreichbar ist auch das Gellert Bad im gleichnamigen Hotel. Dort kann man im märchenhaften Jugendstil-Ambiente entspannen und sich an den vielen Details gar nicht satt sehen. Dabei wird es schwer sich an die empfohlene Verweildauer von 20 Minuten im Wasser zu halten.

Informationen und Öffnungszeiten des Széchenyi-Bads

 

Bild: By Civertan (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons