Stadtor in Mühlheim - Quelle: Wikipedia

Stadtor in Mühlheim – Quelle: Wikipedia

Nähert man sich Mühlheim auf dem Donau Radweg, kommt man zwangsläufig am Wulfbach vorbei. Der kleine, geräuschvoll dahinsausende Fluss verhalf der Stadt dereinst zu ihrem Namen. An den Ufern standen bis ins 20. Jahrhundert hinein drei Mühlen, die sich seiner Wasserkraft bedienten. Vor den Augen der Radreisenden tut sich nun die Silhouette Mühlheims auf. Das weißleuchtende Schloss thront an vorderster Front eines Bergsporns und begrüßt jeden Neuankömmling. Seit 1559 blickt es hinab ins Donautal. Rund 100 Jahre danach erbaute man auf dem Welschenberg eine Kapelle. Der Gemeindepfarrer Georg Walther nagelte nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges ein Bildnis der Mutter Gottes an eine große, mächtige Eiche. Kurze Zeit später errichtete die Gemeinde an gleicher Stelle das Gotteshaus „Maria Hilf“, das rasch zu einem Pilgerziel wurde. 1811 riss man das Gebäude ab und beauftragte einen neuen Kirchenbau. Die Ruinen sind noch heute zu bestaunen. Passiert man anschließend das Westliche Stadttor, gelangt man in eine von Fachwerkschmuckstücken gesäumte Altstadt. Das auffälligste und gleichzeitig liebreizendste unter ihnen ist das Rathaus. Es wurde seit dem 12. Jahrhundert in seinem Aussehen kaum verändert, nur immer wieder renoviert und erzählt deshalb auf eindrucksvolle Weise die über 900-jährige Geschichte seinerselbst. Üppig gedeihende Geranien schmücken es den Sommer hindurch, was das putzige Aussehen des Gebäudes noch zusätzlich unterstreicht.

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