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Bild:Pixabay

Kleines Land – große Kultur. In Wien ersetzen sie den Einheimischen das Wohnzimmer und genauso willkommen fühlt man sich auch als Gast in einem der hübschen Wiener Kaffeehäuser, die allesamt auf eine lange Tradition zurückblicken können. Hier wird entspannt, geschlemmt und gelesen. Spezialitäten wie Biedermeier, Kapuziner, Melange oder Verlängerter stehen zur Auswahl, dabei fällt die Wahl bei dem betörenden Geruch der erlesenen Kaffees nicht leicht. Die für Wien so typischen Einrichtungen wurden sogar 2011 zum immateriellen Welterbe der UNESCO erklärt. Historisch scheint die lange Kaffeetradition in Wien nach der Zweiten Türkenbelagerung 1683 begonnen zu haben. 1685 wurde von einem armenischen Landsmann das erste Wiener Kaffeehaus gegründet. In der Blütezeit der Kafffeehäuser im ausgehenden 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert arbeiteten auch viele der sogenannten Kaffeehausliteraten lieber auswärts als am heimischen Schreibtisch. Inspiriert von dem Ambiente entstanden viele Werke von Autoren wie Stefan Zweig und Arthur Schnitzler, die viele Stunden als Gäste in den Café verbrachten und arbeiteten. Für wen es nicht unbedingt das legendäre Café Sacher in der Philharmonikerstraße sein muss, der findet viele abwechslunsgreiche Alternativen – an die 1000 Kaffeehausadressen soll es mittlerweile in Wien geben. Interessierte können sich außerdem im Kaffee Museum informieren. Hier finden neuerdings auch die Staatsmeisterschaften im Kaffeeverkosten statt. Denn wie heißt es doch so schön: Probieren geht über Studieren.